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SUMMARY:Antidiskriminierungsrecht verteidigen in der postmigrantischen Gese
 llschaft
DESCRIPTION:Antidiskriminierungsrecht ist Ergebnis langjähriger Kämpfe vo
 n Frauen\, Black and People of Color\, Jüd:innen\, Muslim:innen\, Mensche
 n mit Behinderungen und queeren Communities und keine juristische Selbstve
 rständlichkeit. In der postmigrantischen Gesellschaft stellt sich damit i
 mmer wieder die Frage\, in welchem Umfang gleiche Rechte und gleiche Freih
 eit für alle tatsächlich eingelöst werden. Die Sitzung knüpft an diese
  Kämpfe an und fragt\, was auf dem Spiel steht\, wenn Antidiskriminierung
 srecht politisch zurückgedrängt\, ausgehöhlt oder blockiert wird. Im Mi
 ttelpunkt steht der Blick auf eine postmigrantische Gesellschaft\, in der 
 Rassismus\, Antisemitismus\, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit nicht n
 ur an den Rändern\, sondern durch Institutionen\, Parlamente und Verwaltu
 ngen verlaufen.\n\nAnhand des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) 
 und des Berliner Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) diskutieren wir
 \, welche rechtlichen Interventionen bereits gesellschaftliche Realität v
 erändert haben und wo diese Instrumente an Grenzen stoßen\, weil sie Dis
 kriminierung individualisieren oder strukturelle Verhältnisse nur begrenz
 t erfassen. Zeitgleich geht es darum\, welche politischen und institutione
 llen Akteure Antidiskriminierungsrecht in Frage stellen. Teile der Neuen R
 echten diffamieren es als „Genderideologie“ und zielen auf den Abbau v
 on Gleichstellungsregelungen\, schulischer Inklusion und migrationssensibl
 er Praxis\, während Verzögerungen bei der Reform des AGG\, Vorbehalte ge
 gen das LADG und Skepsis gegenüber Antidiskriminierungsberatung auch in P
 arteien und Institutionen der sogenannten Mitte zu beobachten sind.\n\nVor
  diesem Hintergrund diskutiert die Sitzung\, wie Antidiskriminierungsrecht
  als Infrastruktur gegen den Rechtsruck verteidigt und ausgebaut werden ka
 nn. Im Zentrum steht die Frage\, wie Hochschulen\, Rechtswissenschaft\, Ve
 rwaltung\, Beratung und soziale Bewegungen dazu beitragen können\, dass A
 ntidiskriminierungsrecht nicht nur auf dem Papier steht\, sondern eine dem
 okratische\, postmigrantische Gesellschaft tatsächlich schützt.
LOCATION:Christian-Albrechts-Universität zu Kiel\, HRS9 - R.EG.006\, Kiel
URL:https://wissenschaft-gegen-faschismus.de/veranstaltungen/antidiskrimini
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