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SUMMARY:Hermann Kaspar – eine Münchner Künstlerkarriere
DESCRIPTION:Öffentlicher Vortrag von Wolfgang Brauneis im Rahmen des Semin
 ars „‚Entartet‘ – Diffamierte Kunst und Musik im Nationalsozialism
 us“\n\nDer Maler Hermann Kaspar (1904–1986) war nach den Bildhauern Ar
 no Breker und Josef Thorak einer der erfolgreichsten Künstler des Nationa
 lsozialismus. Er fertigte Gobelins\, Fresken und Mosaike für die Neue Rei
 chskanzlei in Berlin\, das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg sowie das
  Deutsche Museum und das „Haus der Deutschen Kunst“ in seiner damalige
 n Heimatstadt München an. Dort war er er seit 1938 auch als Professor an 
 der Akademie der Bildenden Künste tätig.\nUngeachtet dessen erhielt er n
 ach 1945 unzählige Aufträge\, von staatlicher und städtischer Seite\, v
 on Wirtschaft und Kirche\, für Kunst am Bau und Arbeiten im öffentlichen
  Raum – auch und vor allem in München. Kaspars Werke prägen bis heute\
 , in der Regel unkommentiert\, das Stadtbild. Der Vortrag behandelt Kaspar
 s Karriere in beiden Systemen\, wobei vor dem Hintergrund des antimodernis
 tischen Klimas der Nachkriegsjahrzehnte Netzwerke\, Rezeption – inklusiv
 e der Proteste gegen Kaspar an der Akademie der Bildenden Künste in den s
 päten 1960er Jahren – und Formfragen gleichermaßen in den Blick genomm
 en werden.\n\nWolfgang Brauneis lebt und arbeitet als Kunsthistoriker und 
 Kurator in Köln. 2021 hat er die Ausstellung Die Liste der „Gottbegnade
 ten“. Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik im Deutsch
 en Historischen Museum in Berlin kuratiert\, im Anschluss daran war er als
  Direktor des Nürnberger Kunstvereins für das Forschungs- und Ausstellun
 gsprojekt Der Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft im Na
 tionalsozialismus ff. verantwortlich.\n\n2025 erarbeitete er mit Studieren
 den der Kunstakademie Düsseldorf (mit Maximiliane Baumgartner) sowie Kuns
 tgeschichtsstudierenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nür
 nberg (mit Christina Strunck) Ausstellungen zur Kunst im NS und in der fr
 ühen BRD. Aktuell bereitet er eine Ausstellung zur jüdischen Geschichte 
 des deutschen Schlagers vor\, die im September 2027 im Jüdischen Museum B
 erlin eröffnet werden wird.
LOCATION:Akademie der Bildenden Künste München\, Akademiestr. 4\, Auditor
 ium Neubau\, Raum E.EG.28\, München
URL:https://wissenschaft-gegen-faschismus.de/veranstaltungen/hermann-kaspar
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