BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//WigeFa//Veranstaltungen//DE
X-WR-CALNAME:Wissenschaft gegen Faschismus
CALSCALE:GREGORIAN
BEGIN:VEVENT
UID:event-249@wissenschaft-gegen-faschismus.de
DTSTAMP:20261013T162626Z
DTSTART:20260603T123000Z
DTEND:20260603T150000Z
SUMMARY:Schöner wohnen im Rechtsruck? Christoph Schlingensief\, Henrike Na
 umann und die Frage\, wem Normalität gehört
DESCRIPTION:Unter dem Titel „Schöner Wohnen im Rechtsruck?“ beschäfti
 gen wir uns mit künstlerischen Positionen\, die rechte\, autoritäre und 
 faschistische Tendenzen nicht nur kritisieren\, sondern stören\, bloßleg
 en und ästhetisch angreifen. Dafür betrachten wir zunächst Arbeiten von
  Christoph Schlingensief und Henrike Naumann. Anschließend gibt es eine o
 ffene\, von Studierenden moderierte Diskussionsrunde.\n\nDiese beiden kün
 stlerischen Positionen interessieren uns\, weil sie rechte Ideologien nich
 t erst dort suchen\, wo sie als Parole\, Parteiprogramm oder eindeutiges S
 ymbol auftreten. Sie zeigen vielmehr\, wie sich rechte Weltbilder in Bilde
 r\, Räume\, Medienlogiken\, Geschmack\, Humor\, Nostalgie und Vorstellung
 en von „Normalität“ einschreiben. Rechte Positionierung kommt nicht i
 mmer mit Springerstiefeln. Manchmal kommt sie als Wohnzimmereinrichtung\, 
 als Meme\, als Talkshow\, als „man wird ja wohl noch sagen dürfen“\, 
 als Sehnsucht nach Ordnung\, Zugehörigkeit und vermeintlicher Eindeutigke
 it.\n\nAusgehend von diesen künstlerischen Positionen wollen wir diskutie
 ren: Wie nehmen wir den aktuellen rechten vibe shift wahr? Woran merken wi
 r\, dass rechte Begriffe\, Bilder und Affekte alltäglicher\, sagbarer und
  anschlussfähiger werden? Warum wirken rechte Ästhetiken für manche pl
 ötzlich weniger peinlich\, weniger brutal\, statt als rand-ständig\, als
  wider-ständig\, als rebellisch oder gar als normal?\n\nUnd vor allem: Wi
 e können Kunst\, Lehre und auch Hochschule darauf reagieren\, ohne rechte
 n Ästhetiken nur hinterherzuräumen? Wie verhindern wir\, dass linke\, qu
 eere\, solidarische und demokratische Praxen immer nur als „Gegenpositio
 n“ oder gar „Minderheitenästhetik“ erscheinen? Wie schaffen wir Bil
 der\, Räume und Haltungen\, in denen nicht die rückwärtsgerichtete Sehn
 sucht nach Ordnung die Normalität besetzt\, sondern Freiheit\, Ambivalenz
 \, Solidarität\, queeres Leben und auch Dissens als Normalität erfahrbar
  werden?\n\nDie Veranstaltung versteht sich als offener Diskussionsraum f
 ür Studierende\, Lehrende und Interessierte. Es geht nicht um fertige Ant
 worten und auch nicht um eine beruhigende Konsensübung. Es geht um die Fr
 age\, wie Kunsthochschulen auf rechte Normalisierung reagieren können —
  nicht nur mit Analyse und Abwehr\, sondern mit eigenen ästhetischen Setz
 ungen und Gegenentwürfen.
LOCATION:Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg\, Hochschule für K
 ünste im Sozialen Ottersberg\, Große Str. 107\, 28870 Ottersberg\, Otter
 sberg
URL:https://wissenschaft-gegen-faschismus.de/veranstaltungen/schoener-wohne
 n-im-rechtsruck-christoph-schlingensief-henrike-naumann-und-die-frage-wem-
 normalitaet-gehoert
END:VEVENT
END:VCALENDAR