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Einladung zur zweiten Themenwoche Wissenschaft gegen Fachismus

Onlineprogramm jetzt auf der Website + Mitarbeit an SoMe Aufruf

01.11.2026

Weltweit gewinnen autoritäre und extrem rechte Kräfte an Boden. Von Washington über Rom und Budapest bis Buenos Aires vernetzen sich Staatschefs, Parteien und Tech-Milliardäre zu einer internationalen Allianz, die Demokratie offen angreift und Menschen entrechtet. Es sind düstere Zeiten.

Doch ihr Durchmarsch ist nicht unausweichlich. Das haben die vergangenen Wochen deutlich gezeigt. In Brasilien trug eine breite gesellschaftliche Mobilisierung dazu bei, die Rückkehr der Bolsonaro-Familie an die Macht zu verhindern. In Serbien hat eine aus Hochschulprotesten hervorgegangene Studierendenliste Aleksandar Vučić an der Wahlurne entmachtet. In Frankreich formiert sich Gegenwehr gegen eine mögliche politische Zukunft unter Marine Le Pen.

Die Jugend steht auf für Demokratie und soziale Gerechtigkeit

Getragen wird dieser Widerstand vielerorts von jungen Menschen. Innerhalb kürzester Zeit ist eine weltweite Jugendbewegung entstanden. In Indien, Albanien, Frankreich, Spanien, Italien, Serbien und vielen weiteren Ländern gehen Schüler:innen und Studierende gegen unterfinanzierte Bildung, steigende Lebenshaltungskosten und Militarisierung auf die Straße.

Universitäten rücken damit erneut ins Zentrum gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Seit Jahren werden sie einer neoliberalen Verwertungslogik unterworfen und kaputtgespart, und die Folgen treten immer deutlicher hervor. Nun will die extreme Rechte sie zusätzlich aushöhlen und zu Propagandaapparaten umbauen. Zugleich aber werden sie gerade dadurch zu unverzichtbaren Laboren demokratischen Widerstands.

Mit unserer zweiten Themenwoche wollen wir diese Gleichzeitigkeit von Angriff und Widerstand genau betrachten: Was sind die Ursachen des Aufstiegs der extremen Rechten, was ihre Strategien? Zugleich wollen wir – mit Blick auf die internationalen Bewegungen – darüber sprechen, welche Verantwortung wir als wissenschaftliche Gemeinschaft tragen und wie wir ihr konkret gerecht werden können. 

Jetzt mitmachen: Die Themenwoche mitgestalten!

Wenn ihr bisher noch nicht dabei seid, laden wir euch herzlich ein, Teil von Wissenschaft gegen Faschismus zu werden!

In der Woche vom 16. bis 20. November könnt ihr eure Lehrveranstaltungen umwidmen und öffnen, um gemeinsam mit Studierenden über die Ursachen des Aufstiegs der extremen Rechten und die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft zu diskutieren. Ihr könnt ebenso eigene Veranstaltungen, Diskussionsformate oder Austausch- und Vernetzungsräume organisieren. Tragt diese gerne auf unserer Website ein, damit sie Teil des bundesweiten Programms und für Interessierte sichtbar werden.

Keine Zeit für eine eigene Veranstaltung? Nutzt unser Online-Programm!

Auf unserer Website findet ihr inzwischen ein vielfältiges Online-Programm: https://wissenschaft-gegen-faschismus.de/veranstaltungen?kampagne=themenwoche-november-2026&wigefa=1&ansicht=kalender.

Auch wenn ihr selbst keine Zeit habt, eigene Inhalte vorzubereiten oder Veranstaltungen zu organisieren, könnt ihr euch beteiligen: Schaut euch gemeinsam mit euren Seminaren oder Vorlesungen eine der Veranstaltungen aus dem Online-Programm an und nutzt sie als Ausgangspunkt für eine anschließende Diskussion.

Ob mit einer eigenen Veranstaltung, einer geöffneten Lehrveranstaltung oder einer gemeinsamen Diskussion: Jede Beteiligung zählt. Lasst uns die Hochschulen gemeinsam zu Orten kritischer Auseinandersetzung und demokratischen Engagements machen!

Wir zeigen Gesicht. Wissenschaft gegen Faschismus braucht euch!

Wir wollen gemeinsam mit euch sichtbar machen, wer hinter Wissenschaft gegen Faschismus steht: Menschen aus ganz Deutschland, aus unterschiedlichen Städten und Statusgruppen – Studierende, Promovierende, Dozierende und viele weitere Menschen aus der Wissenschaft, die sich gemeinsam für eine demokratische, freie und kritische Wissenschaft einsetzen.

Gerade jetzt dürfen wir nicht davor zurückschrecken, für unsere Überzeugungen einzustehen. Wir wollen Gesicht zeigen und deutlich machen: Wir stehen solidarisch zusammen gegen den Rechtsruck an Universitäten und Forschungseinrichtungen und in der Gesellschaft. Dafür brauchen wir euch!

Wir laden euch herzlich ein, Teil unseres gemeinsamen Kurzportraits zu werden. Je mehr Menschen aus unterschiedlichen Städten, Hochschulen und Statusgruppen mitmachen, desto deutlicher wird: Wissenschaft gegen Faschismus ist ein breites, bundesweites Bündnis, das sichtbar und gemeinsam für seine Überzeugungen einsteht.

So könnt ihr mitmachen:

Schickt uns bis Mittwoch, den 4. November, ein kurzes Video (3 Sekunden) von euch. Gerne auch gemeinsam mit euren Kolleg:innen oder Kommiliton:innen. Nehmt das Video bitte im Querformat vor eurer Universität oder Forschungseinrichtung auf. Dabei könnt ihr stehen, sitzen oder eine Position eurer Wahl einnehmen.

Hier könnt ihr euer Video ganz einfach hochladen:

https://cloud.udk-berlin.de/s/QmcDW3st5GpJP5r

Viele einzelne Stimmen, viele verschiedene Orte, eine gemeinsame Haltung.

Lasst uns sichtbar machen, wie vielfältig, solidarisch und entschlossen die Wissenschaft für Demokratie, Freiheit und kritisches Denken einsteht. Wir freuen uns auf euch – und darauf, diese Themenwoche gemeinsam mit euch zu gestalten!



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