Rückblick auf die 1. Aktionswoche "Wissenschaft gegen Faschismus"
Mit über 600 Veranstaltungen in rund 100 Städten war die 1. Themenwoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ unter dem Motto „Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten der faschistischen Gefahr“ vom 1. bis 7. Juni 2026 ein voller Erfolg.
12.06.2026
Zum Auftakt diskutierten die Philosophin Eva von Redecker, Vertreter*innen von Studis gegen Rechts und der Studentischen Fachschaftsinitiative am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin über Angriffe auf Wissenschaftsfreiheit und die Rolle der Wissenschaft angesichts autoritärer Entwicklungen. Das Auftaktpodium wurde ebenso wie weitere Veranstaltungen des zentralen Programms online übertragen.
Zu den weiteren Höhepunkten zählte das Podium „Verantwortung in Zeiten faschistischer Gefahr: Wissenschaft zwischen Analyse und demokratischem Widerstand“ an der Humboldt-Universität zu Berlin mit Rahel Jaeggi, Naika Foroutan, Maximilian Steinbeis und Margarita Tsomou, das am Mittwoch der Aktionswoche bundesweit an teilnehmende Hochschulen gestreamt wurde.
Den Abschluss der Themenwoche bildete am 7. Juni in Stendal die Buchvorstellung „Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück“ mit Arne Semsrott.
Neben dem zentralen Programm prägten vor allem die zahlreichen lokalen Veranstaltungen die Themenwoche. In rund 100 Städten organisierten Studierende, Wissenschaftler*innen, Fachschaften und Institute Vorträge, Diskussionen, Workshops und Lesungen.
Initiiert wurde die vom 1. bis 7. Juni laufende Themenwoche von Studis gegen Rechts gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Professor*innen. Unter dem Motto „Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten der faschistischen Gefahr“ griff sie aktuelle Debatten über die Widerstandsfähigkeit von Wissenschaft, Hochschulen und demokratischen Institutionen gegenüber politischer Einflussnahme, autoritären Strategien und wissenschaftsfeindlichen Programmatiken auf.
Ganze Institute, Forschungsstellen und Hochschulstrukturen schlossen sich der Initiative an – unter anderem die Freie Universität Berlin, das Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt, das Institut für Soziologie der Universität Göttingen, das Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität Berlin, das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA), die Kunsthochschule Weißensee Berlin, sowie das Institut für Soziologie der FSU Jena.
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßte den Aufruf zur Themenwoche. Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, erklärte dazu, die Beschäftigten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen dürften angesichts zunehmender Angriffe auf Demokratie und Wissenschaftsfreiheit nicht schweigen. Es sei zu begrüßen, wenn Wissenschaftler*innen und Studierende Haltung zeigten und sich für Wissenschaftsfreiheit, Demokratie, Vielfalt und Diskriminierungsschutz einsetzten.
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