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Freitag, 5. Juni, 13:15 bis 16:45 Uhr

Angriffe von rechts auf die Aufarbeitung kolonialer Vergangenheiten

Vor Ort

In der Veranstaltung stellen zuerst die Provenienzforscherinnen Isabelle Reimann und Ulrike Lötzsch ihr aktuelles Provenienzforschungsprojekt am Institut für Anatomie der Universität Leipzig vor. Das Institut beherbergt 675 menschliche Überreste und Gipsabgüsse vom afrikanischen Kontinent. Ziel der Forschung ist es, diese Überreste an ihre Nachfahr:innen und Herkunftsländer zurückzugeben und ihnen im Idealfall eine würdige Bestattung zu ermöglichen. Der Vortrag befasst sich eingehend mit der Geschichte der Sammlung und beleuchtet die frühe Phase des Erwerbs von Schädeln für rassistische Forschungszwecke in Europa in den 1830er und 1840er Jahren, wobei die Verflechtung mit und die Komplizenschaft bei kolonialen Kriegen hervorgehoben wird. Der zweite Teil befasst sich mit den zunehmenden Angriffen der AfD auf die beginnende Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit sowie mit ihren Strategien, um Erinnerung, Aufarbeitung und insbesondere angestrebte Restitutionen von kolonialen Objekten zu unterbinden. Der erste Teil der Veranstaltung findet in englischer Sprache statt, und der zweite Teil im Rahmen einer universitären Lehrveranstaltung. Interessierte Personen sind herzlich willkommen, mitzudiskutieren.

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Ort
Universität Leipzig, Universitätsstraße 1, S 122
Veranstaltet von
Rausch, Sahra

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