Dienstag, 2. Juni, 14:00 bis 16:00 Uhr
Der koloniale Boomerang: Kunst, Faschismus, Widerstand
Vor Ort
Die Seminarsitzung des kunstgeschichtlichen Seminars „Kunst und Antifaschismus“ beschäftigt sich mit den kolonialen Voraussetzungen des europäischen Faschismus. Ausgangspunkt sind Aimé Césaires Text Über den Kolonialismus (1968) sowie das Grand Tableau Antifasciste (1960). Im Zentrum steht Césaires Begriff des „kolonialen Boomerangs“: die These, dass die Gewalt- und Herrschaftsformen des europäischen Kolonialismus nach Europa zurückkehren und dort faschistische Politik ermöglichen. Anhand des Grand Tableau Antifasciste geht es zugleich um antifaschistische Bildpolitiken und die Frage, wie Kunst Widerstand organisieren, sichtbar machen und historisches Bewusstsein schaffen kann. Die Sitzung verbindet kolonialismuskritische Theorie mit Einblicken in eine antifaschistische Kunst(-geschichte) und fragt danach, welche Formen kritischer Wissenschaft heute gegen Faschisierung wirksam werden können.
- Ort
- Philipps-Universität Marburg, Wilhelm-Röpke-Str. 6, 35039 Marburg (Raum: 05A12)
- Veranstaltet von
- Alexandra Karg (M.A.)(externer Link)
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