Mittwoch, 3. Juni, 18:30 bis 18:30 Uhr
Der neue faschistische Körper
Vor Ort · Geschichte
Welche neuen Erkenntnisse über die libidinöse Anziehungskraft diverser Faschismen gewinnen wir, wenn wir Sexualpolitik und Behindertenpolitik gemeinsam betrachten, und wie hängen eugenische Phantasmen und tödliche Boshaftigkeit gegenüber Unvollkommenheit mit dem Versprechen transgressiver Lust zusammen? Dagmar Herzogs Vortrag befasst sich mit den komplexen Wechselwirklungen zwischen den Vergangenheiten der 1890er bis 1930er Jahre und unserer postmodernen Gegenwart der 2020er, wobei ein besonderes Augenmerk nicht nur auf den „sexy Rassismus“ und die obsessive Behindertenfeindlichkeit, sondern auch auf das Vergnügen an der Instabilität der Wahrheit und dem Spaß an forcierter Widersprüchlichkeit gerichtet wird, die allesamt den Aufstieg der AfD beflügelt haben. In ihrem Vortrag und dem anschließendem Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Martin Nonhoff (WOC
- Ort
- Universität Bremen, Bibliothekstraße 1, 28359 Bremen
- Veranstaltet von
- Prof. Dr. Alisha M.B. Heinemann
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