Donnerstag, 19. November, 18:30 bis 20:00 Uhr
Gastvortrag von Lilith Poßner: Der Wahnbegriff in der Kritischen Theorie. Zur Aktualität einer sozialen Pathologie.
Vortrag · Vor Ort · Philosophie · Psychologie · Sozialwissenschaften
Wie ist der gegenwärtige Aufstieg autoritärer und faschistischer Bewegungen zu verstehen? Gängige Gegenwartsdiagnosen sehen die Ursache nicht selten in einem bloßen Wissensdefizit oder einem Mangel an Vernunft und Aufklärung. Lilith Poßner wählt einen anderen Zugang zu den aktuellen Phänomenen und versteht diese als »soziale Pathologie«. In ihrem Promotionsprojekt entwickelt sie diese These mit dem Begriff des »sozialen Wahns« mithilfe von sozialphilosophischen und -psychologischen Arbeiten von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Ein solches Verständnis erlaubt es, autoritäre Phantasmen und Vorstellungen nicht bloß als irrationale Probleme Einzelner zu deuten, sondern sie in verstellte Probleme gesellschaftlicher Organisation zurückzuübersetzen. Im Vortrag stellt Lilith Poßner einige Thesen ihrer aktuellen Forschung zur Diskussion. Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche »Wissenschaft gegen Faschismus« statt und bietet Raum, um gemeinsam über Ansätze der Kritik sowie auch Zweifel an aktuellen Erklärungsansätzen zu diskutieren. Lilith Poßner, M.A., ist Philosophin und Kulturwissenschaftlerin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kulturphilosophie/Kulturtheorie am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und ist aktuell Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kritische Theorie und Psychoanalyse sowie Kultur- und Sozialphilosophie.
- Hochschule
- Hochschule für Bildende Künste BraunschweigInstitut für KunstwissenschaftFrankfurt am Main
- Ort
- MOGI 06/030, Pippelweg 77, 38118 Braunschweig-Westliches Ringgebiet
- Barrierefreiheit
- stufenlos über Pippelweg
- Veranstaltet von
- Deniz Oğuzhan(externer Link)
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