Freitag, 5. Juni, 10:15 bis 11:45 Uhr
Die Gewalt der Verklärung von Vergangenheit. Retrotopien und gegenwärtige Tendenzen der Faschisierung
Vor Ort
Im Rahmen des Seminars “Imagination und Antizipation. Kritische Theorien der Zukunft” beleuchten wir, wie das Verhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft soziologisch-politiktheoretisch ergründet werden kann. Soziologische Beiträge machen deutlich, dass die ‘eine’ Zukunft nicht einfach geschieht, sondern Zukünfte durch Imaginationen, Diskurse und Technologien der Antizipation aktiv hervorgebracht werden, die wiederum nicht losgelöst von Machtstrukturen zu verstehen sind. Ziel des Seminars ist, Zukunftsbezüge als grundlegende Pfeiler gesellschaftlicher Polarisierungen zu begreifen und anhand der beiden Pole Imagination und Antizipation verschiedene Theorien der Zukunft zu beleuchten. Anhand des Konzepts der “Retrotopien” (Zygmunt Bauman), welches auf die Mythologisierung der Geschichte und auf nostalgische Besinnungen auf untote Vergangenheiten verweist, wollen wir dieses als Werkezeug nutzen, um gegenwärtige Tendenzen der neoliberal-autoritären Faschisierung gegenwartsdiagnostisch begreifen. Format: Fr. 5.6., 10-12 Uhr c.t. in SH 1.101, kurzer Input von Dozierender und dann offene Diskussion anhand aktueller Beispiele aus Deutschland und den USA (weitere geographische Kontexte natürlich auch möglich.) Die Diskussion ist offen für alle Interessierte, im Seminar haben wir bereits für eine vergangene Sitzung die Einleitung aus Zygmunt Baumans Buch “Retrotopia” (2017) gelesen, sowie andere soziologische und politiktheoretische Texte zum Thema Zeit und Zukunft. Der Text von Bauman sowie weitere Kursmaterialien können Sie per Mail an die Dozierende anfragen. Mehr Infos zum Seminar: https://qis.server.uni-frankfurt.de/qisserver/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&publishid=416060&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung
- Ort
- Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, SH 0.104
- Veranstaltet von
- Vicky Kluzik
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