Freitag, 20. November, 11:00 bis 16:00 Uhr
"Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein" revisited: Antirassistische Theorie und Praxis gestern und heute
Podium · Vor Ort · Interdisziplinär · Sozialwissenschaften
40 Jahre sind seit der Erstveröffentlichung des Buches "Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein" von Annita Kalpaka & Nora Räthzel vergangen. Mit ihm wurde Rassismus nicht mehr auf den "lunatic fringe", die Randbezirke des politischen Wahnsinns, reduziert, sondern als totales soziales Phänomen begriffen, das in unterschiedlichen Erscheinungsformen alle gesellschaftlichen Bereiche gewaltförmig durchzieht. Ausgehend von den Erfahrungen derjenigen, die von rassistischer Gewalt betroffen sind, rückte der alltägliche Rassismus in seiner institutionellen und strukturellen Dimension ins Zentrum der Analyse. Die gesellschaftliche Situation ist heute eine andere als damals. Tiefgreifende gesellschaftliche Transformationen haben eine neue Gestalt des Kapitalismus und mit ihr auch neue Formen des Rassismus hervorgebracht. Zugleich ist es - trotz erbitterter Widerstände - in den vierzig Jahren gelungen, eine rassismuskritische Forschung und Bildungspraxis zu etablieren. Diese steht heute wieder auf dem Spiel. Wir erleben weltweit eine Konjunktur rassistischer Bewegungen. In Deutschland befindet sich der parteipolitisch organisierte Rassismus auf dem Weg, zur stärksten politischen Kraft zu werden - getragen von Millionen Menschen. Dies weckt Erinnerungen an dunkelste Zeiten. Anlass genug, sich erneut den Kernthesen des Buches von Annita Kalpaka und Nora Räthzel zuzuwenden: Was ist gleichgeblieben, was hat sich verändert? Vor welchen Herausforderungen stehen antirassistische Theorie und Praxis heute? Und wie lassen sich wirksame Formen des Widerstands gegen die rassistischen Konjunkturen unserer Zeit entwickeln? Es diskutieren: Annita Kalpaka, María do Mar Castro Varela und Paul Mecheril über "Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein - 1986 bis heute"; Ismahan Wayah, Donja Amirpur und Murat Güngor über "Rassismuskritik, Widerstand & Empowerment" Moderation und Organisation: Elizabeta Jonuz, Sören Waack & Wolfram Stender.
- Hinweis zur Zeit
- Einlass ab 10 Uhr
- Hochschule
- Hochschule HannoverFakultät 5Hannover
- Einrichtung
- Abteilung Soziale Arbeit
- Ort
- 3E0.41 (Aula), Blumhardtstraße 2, 30625 Hannover
- Barrierefreiheit
- barrierefrei
- Veranstaltet von
- Prof. Dr. Elizabeta Jonuz/Prof. Dr. Wolfram Stender
- Zielgruppe
- offen für alle
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