Dienstag, 2. Juni, 18:00 bis 20:00 Uhr
Ein sozialpsychologischer Blick auf Rassismus
Vor Ort
German only Einstellungen, Strukturen – und warum solidarisches Handeln mehr ist als gute Absichten Was ist Rassismus und warum reicht es nicht, ihn als individuelles Vorurteil zu begreifen? Der Vortrag beleuchtet aus sozialpsychologischer Perspektive, wie Rassismus sowohl in Einstellungen als auch in gesellschaftlichen Strukturen verankert ist. Neben offenen und subtilen Formen werden auch 'positive' Stereotype als Teil des Problems diskutiert. Darauf aufbauend geht es um die Frage, was solidarisches Handeln ausmacht: Welche Formen von Allyship tragen tatsächlich zu mehr Gerechtigkeit bei und wo bleiben gut gemeinte Handlungen oberflächlich oder stabilisieren bestehende Verhältnisse? Der Vortrag greift dabei auch kritische Stimmen auf, die vor 'weißem Rettertum' und rein symbolischen Maßnahmen warnen. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis von Rassismus zu vermitteln und zur kritischen Reflexion der eigenen Rolle anzuregen – als Beitrag zu einer Wissenschaft, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in Zeiten zunehmender faschistischer Tendenzen stellt.
- Ort
- Uni Osnabrück, 15/E16, Osnabrück
- Veranstaltet von
- Prof. Julia Becker(externer Link)
Stimmt hier etwas nicht? Veranstaltung melden