Montag, 8. Juni, 18:00 bis 19:30 Uhr
eLecture Series 2026: Antidemokratische Angriffe gegen das Wissen. Universitäten zwischen Verletzbarkeit und Souveränisierung
Vor Ort
Angesichts antidemokratischer, wissenschaftsfeindlicher Angriffe gegen Wissenschaftler*innen und die Wissenschaftsfreiheit steht die Wissensproduktion an Universitäten zunehmend unter Druck. Dies gilt nicht für alle Wissensbestände und -praktiken gleichermaßen, sondern insbesondere für Forschungen in den Bereichen Gender, Postkolonialität und Klimakrise. Und dennoch geht es uns alle an: Die politische Instrumentalisierung von Forschung und damit auch die offene Missachtung grundlegender Prinzipien der demokratischen Wissensorganisation und Wissenschaftsfreiheit wie wir sie aktuell erleben, betrifft die Universitäten und ihr Selbstverständnis als Ganze. Gleichwohl die Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit ihre eigenen Voraussetzungen kritisch zu reflektieren hat und folglich notwendigerweise auf eine kritische Beschäftigung mit den Bedingtheiten der Wissenschaft(sfreiheit) bestehen muss, scheint der Einsatz für die Wissenschaftsfreiheit dringlich. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der digitalen Transformation und ihrer Effekte für universitäre Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation. Hieraus ergeben sich weiterführende Fragen sowohl nach sich wandelnden (politischen, ökonomisch und technologischen) Verletzbarkeiten der Institution Universität als auch nach Initiativen, die auf eine Souveränisierung der Universitäten als Antwort auf antidemokratische Angriffe zielen. Die eLecture Series nimmt auf dieser Grundlage das Spannungsfeld zwischen Verletzbarkeit und Souveränität der Universitäten vor dem Hintergrund antidemokratischer Angriffe in den Blick. Dabei sollen aktuelle Problemlagen und die Funktionsweisen antidemokratischer Delegitimierungen und Angriffe, antizipierte Angriffsszenarien sowie konkrete Möglichkeiten und Initiativen zur Stärkung universitärer Resilienz vorgestellt, reflektiert und diskutiert werden. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt des Forschungsschwerpunktes digitale_kultur mit dem Forschungsprojekt „Wissen. Freiheit. Demokratie. Institutionen schützen, Angriffen entgegentreten“ an der FernUniversität in Hagen. Mit: Christoph Haker & Lukas Otterspeer (Europa-Universität Flensburg), Sophie Einwächter (Philipps-Universität Marburg), Friedrich Zillessen (St Peter’s College, Oxford), Saphira Shure (Universität Bielefeld) und Heike Radvan & Susanne Dyhr (Eberhard Karls Universität Tübingen/Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg)
- Ort
- FernUniversität in Hagen, Universitätsstraße 47, 58097 Hagen
- Veranstaltet von
- Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften
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