Mittwoch, 18. November, 10:15 bis 11:45 Uhr
Fascist Bodies: Ästhetiken, Medien und Materialitäten faschistischer Politik
Seminar · Vor Ort · Theaterwissenschaft
Ausgehend von der Frage, inwiefern Faschismus immer auch als eine spezifische Form der Biopolitik verstanden werden kann, interessieren wir uns für verschiedene faschistische Körperkonzepte, -techniken und -praktiken. Fragen nach der massenmedialen Inszenierung des deutschen „Volkskörpers“ im Nationalsozialismus werden uns ebenso beschäftigen wie zeitgenössische Longevity-Fantasien aus dem Silicon Valley, in denen sich Optimierung und Autoritarismus treffen. Im Fokus stehen dabei Fragen der Ästhetisierung, der Inszenierung und der medialen Vermittlung faschistischer Körperpolitiken in den letzten 100 Jahren. Nicht zuletzt fragen wir nach den je verschiedenen, widersprüchlichen Binnenverhältnissen aus Transgression und Identifizierung, aus Kollektivierung und Exklusion, aus Technisierung und Naturalisierung, die sich in verschiedenen faschistischen Körperpraktiken manifestieren. Die Sitzung am 18.11.2026 beschäftigt sich mit dem Nürnberger Reichsparteitag von 1934 als emblematischer Form nationalsozialistischer Inszenierungsstrategien. Vorbereitend lesen wir einen Auszug aus George L. Mosses "The Nationalization of the Masses: Political Symbolism and Mass Movements in Germany from the Napoleonic Wars through the Third Reich". Der Text kann gerne vorab zugesandt werden, hierfür bitte unter felix.stenger@fu-berlin.de melden.
- Hochschule
- Freie Universität BerlinInstitut für TheaterwissenschaftBerlin
- Ort
- Seminarraum II, Grunewaldstraße 35, 12165 Berlin
- Barrierefreiheit
- stufenlos über Seiteneingang
- Veranstaltet von
- Felix Stenger
- Zielgruppe
- offen für alle
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