Donnerstag, 19. November, 12:00 bis 12:30 Uhr
Gemeinsame Feindbilder, geteilte Betroffenheit? Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus zwischen rechter Ideologie und biografischer Erfahrung
Vortrag · Online · Soziologie
Der Vortrag untersucht die Konstruktion rechtsextremer Feindbilder sowie die langfristigen Betroffenheitserfahrungen jüdischer und muslimischer Menschen in Deutschland. Im ersten Teil werden anhand des Bekennerschreibens des rechtsterroristischen Attentäters von Hanau antisemitische und antimuslimische Feindbildkonstruktionen rekonstruiert. Dabei wird insbesondere herausgearbeitet, inwiefern jüdische und muslimische Menschen innerhalb rechter Ideologien als gemeinsame Feindbilder konstruiert werden und in welchem Maße die entsprechenden Deutungsmuster über das rechtsextreme Milieu hinaus gesellschaftliche Anschlussfähigkeit entfalten. Im zweiten Teil erfolgt ein Perspektivwechsel von den Feindbildkonstruktionen zu den Betroffenen. Auf Grundlage qualitativer Interviews mit jüdischen und muslimischen Menschen wird rekonstruiert, wie Erfahrungen mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus über längere biografische Zeiträume wahrgenommen, verarbeitet und in habituelle Orientierungen überführt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl strukturelle Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in den jeweiligen Betroffenheitsverläufen.
- Hochschule
- Ruhr-Universität BochumBochum
- Einrichtung
- Stabstelle Antidiskriminierung
- Ort
- online, Link nach Anmeldung
- Anmeldung
- Anmeldung erforderlichhttps://eveeno.com/487766592(externer Link)
- Online
- https://ruhr-uni-bochum.zoom-x.de/j/66156061905?pwd=7LKmFbKdGiiZo0mO6qsXg1vlVREylq.1(externer Link)
- Veranstaltet von
- Antidiskriminierungsstelle RUB
- Zielgruppe
- offen für alle
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