Zum Inhalt springen

Mittwoch, 18. November, 10:15 bis 11:45 Uhr

Kolonialsoldaten in den Weltkriegen: Zwischen Kriegsdienst, kolonialer Gewalt und vergessener Erinnerung

Seminar · Vor Ort · Medien- & Kulturwissenschaft · Romanistik & Komparatistik

Welche Rolle spielten Soldaten aus afrikanischen Kolonien im Ersten und Zweiten Weltkrieg – und warum ist ihre Geschichte bis heute so wenig präsent? Im Rahmen der Themenwoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ widmet sich eine Sitzung des Seminars „Überläufer, Verräter, Kollaborateur in kolonialen und postkolonialen Zusammenhängen in Geschichte, Literatur, Film, Kultur“ den sogenannten Kolonialsoldaten, insbesondere den Tirailleurs sénégalais und den Askari. Entlang von Filmen wie Camp de Thiaroye (1988), Indigènes (2006) und Tirailleurs (2022), literarischen Werken von David Diop, Francesca Melandri und Abdulrazak Gurnah sowie Comics und Ausstellungen nähern wir der ambivalenten Rolle der Kolonialsoldaten in den beiden Weltkriegen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Zwang und Loyalität, Widerstand und Kollaboration, rassistischer Ungleichbehandlung sowie der weitgehenden Ausblendung kolonialer Kriegserfahrungen aus den europäischen Erinnerungskulturen. Die Sitzung fragt damit auch, wie sich die Geschichte der Weltkriege und der Befreiung Europas aus einer postkolonialen Perspektive erzählen lässt.

In den KalenderBearbeiten

Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergInstitut für RomanistikHalle (Saale)
Ort
Besprechungsraum der Romanistik, Raum 2.32.0, Ludwig-Wucherer-Str. 2, 2.OG, Steintor-Campus
Barrierefreiheit
mit Fahrstuhl zu erreichen
Veranstaltet von
Prof. Dr. Natascha Ueckmann
Zielgruppe
Studierende, offen für alle

Stimmt hier etwas nicht? Veranstaltung melden