Mittwoch, 18. November, 10:15 bis 11:45 Uhr
Making Kin, Not Population – Reproduktion jenseits rechter Bevölkerungspolitik
Seminar · Vor Ort · Gender Studies · Sozialwissenschaften · Soziologie
Wie lassen sich Reproduktion und reproduktive Gerechtigkeit angesichts ökologischer Krisen denken, ohne rechte Bevölkerungspolitik fortzuschreiben? Nachdem wir im vergangenen Semester die Verflechtungen und Kontinuitäten der Kieler Reproduktionsmedizin mit Eugenik und Nationalsozialismus beleuchtet und rechte bevölkerungspolitische Forderungen diskutiert haben, wenden wir uns nun einer feministischen Kontroverse zu. Im Mittelpunkt steht das Spannungsverhältnis zwischen der Kritik an Bevölkerungswachstum als ökologischer Bedrohung und der Kritik an Bevölkerungspolitiken, die reproduktive Selbstbestimmung ungleich begrenzen. Auf Grundlage der Lektüre und Diskussion von Texten von Adele Clarke, Michelle Murphy und Donna Haraway fragen wir: Welche problematischen Voraussetzungen und Folgen hat es, ökologische Krisen als Bevölkerungsprobleme zu verstehen? Was bedeutet die Forderung „Making Kin, Not Population“ – und welche Möglichkeiten, aber auch Konflikte eröffnet sie für feministische Vorstellungen von Verwandtschaft, Verantwortung und einem Zusammenleben über die menschliche Spezies hinaus? Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.
- Hochschule
- Christian-Albrechts-Universität zu KielSozialwissenschaftenKiel
- Einrichtung
- Arbeitsbereich Gender & Diverstiy Stuides
- Ort
- HHP5 – R.03.001, Heinrich-Hecht-Platz 5
- Veranstaltet von
- Fabian Hennig(externer Link)
Stimmt hier etwas nicht? Veranstaltung melden