Montag, 9. November, 16:15 bis 17:45 Uhr
Militarisierung EU-Europas
Seminar · Vor Ort · Ethnologie
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Im letzten Jahrzehnt wurde insbesondere die militärische Sicherung der EU-Außengrenzen, die im Zusammenhang mit globalen Migrationsbewegungen zu beobachten ist, in anthropologischen Studien diskutiert und kritisiert. Mittlerweile scheint die Militarisierung jedoch weitere Bereiche des gesellschaftlichen Alltags in vielen europäischen Ländern zu erreichen. Dies geschieht insbesondere im Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine sowie dem konfliktgeladenen Verhältnis zwischen den USA und anderen NATO-Mitgliedstaaten. Diskussionen und Maßnahmen zur Wiedereinführung der Wehrpflicht, Vorbereitungen auf den „Ernstfall“, die mediale Vermittlung militärischen Wissens und Kürzungen sozialer Ausgaben zugunsten der Waffenproduktion verändern die Bedingungen gesellschaftlichen Zusammenlebens ebenso wie moralische Wertvorstellungen und die räumliche Organisation des Alltags. Das Seminar richtet den Fokus auf Prozesse der alltäglichen Militarisierung und fragt danach, welche sozialen und ökologischen Auswirkungen diese Prozesse in unterschiedlichen lokalen Kontexten haben können. Wir beschäftigen uns mit anthropologischen Ansätzen zur Erforschung von Militarisierung und diskutieren, welche Fragen die Anthropologie in diesem thematischen Zusammenhang stellen sollte. Am 9.11.2026 diskutieren wir eine Text der die zunehmende Militarisierung von EU-Außengrenzen thematisiert.
- Hochschule
- Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergSeminar für EthnologieHalle (Saale)
- Ort
- Seminarraum, Reichardstrasse 11, 06114 Halle
- Anmeldung
- Anmeldung erforderlichsecretary@ethnologie.uni-halle.de
- Veranstaltet von
- Prof. Dr. Asta Vonderau
- Zielgruppe
- Studierende
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