Mittwoch, 3. Juni, 10:00 bis 12:00 Uhr
Raus aus der Blase: Rechte Klima- und Umweltnarrative verstehen und entkräften
Vor Ort
Rechte Akteure haben den Klima- und Umweltdiskurs längst als politisches Terrain entdeckt. Ihre Narrative sind Teil einer Strategie, die reale Sorgen und Frustrationen instrumentalisiert, rechtsextreme Deutungsmuster aktiviert und sozial-ökologische Lösungen gezielt blockiert. Um dieser Entwicklung zu begegnen, können Haustürgespräche mehr als ein Wahlkampfinstrument sein. Sie setzen auf echten, persönlichen Austausch, auf aktives und empathisches Zuhören und das gemeinsame Entwickeln konstruktiver Lösungsansätze. Erste Forschung zu Gesprächsformaten des “Deep Canvassing” legt nahe, dass diese Ansätze (rechte) Einstellungen verändern können. Zunächst werden wir analysieren, wie rechte Narrative im Umwelt- und Klimaschutz funktionieren: Was steckt hinter dem Mythos “Deutscher Wald”? Wie operiert rechte Gegenmobilisierung gegen Erneuerbare – Stichwort „Verspargelung der Landschaft“? Welche Emotionen werden mobilisiert, welche Feindbilder produziert, wo werden reale Ängste vereinnahmt – und was wird dabei systematisch unsichtbar gemacht? Im zweiten Teil des Seminars wird eine praktische Einführung in Haustürgespräche gegeben. Diesem folgt ein Rollenspiel, bei dem die Teilnehmenden üben, rechten Narrativen wirkungsvoll zu begegnen, ohne dabei legitime Kritik an Klimaschutzmaßnahmen zu unterdrücken – ob im Gespräch an der Haustür oder im privaten Umfeld.
- Ort
- TU Berlin, EB 414a, Str. des 17. Juni 145, 10623 Berlin
- Veranstaltet von
- Lea Findeis
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