Dienstag, 2. Juni, 10:00 bis 12:00 Uhr
Religiöse Vielfalt und Verletzungsverhältnisse in der postmigrantischen Gesellschaft
Vor Ort
Im Seminar beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir in einer postmigrantischen, religiös diversen Gesellschaft vor dem Hintergrund historischer Verletzungsverhältnisse möglichst friedlich zusammenleben können. In der Sitzung am 02.06. beschäftigen wir uns mit der Theorie der „Etablierten-Außenseiter-Figuration“ nach Norbert Elias und John L. Scotson. Mit dieser Theorie lassen sich konflikthafte Intergruppenbeziehungen und soziale Vorurteile machttheoretisch verstehen und erklären. Norbert Elias war einer der bedeutendsten Soziologen des 20. Jhd. und musste aufgrund seiner jüdischen Familiengeschichte ins Exil nach Großbritannien flüchten. Wir werden uns in dieser Sitzung mit seiner Figurationssoziologie beschäftigen, die aus meiner Sicht bis heute eine der interessantesten Theorien zur Analyse asymmetrischer Machtverhältnisse und Intergruppenbeziehungen darstellt.
- Ort
- Carl-Zeiss Str. 3, Raum 209, Jena
- Veranstaltet von
- Jun.-Prof. Dr. Dilek Tepeli
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