Dienstag, 17. November, 10:00 bis 12:00 Uhr
Sprache der Neuen Rechten
Seminar · Vor Ort · Politikwissenschaft
Der Vormarsch rechter Akteure in der politischen Landschaft etablierter Demokratien ist eines der zentralen Probleme unserer Zeit. Die Ursachen des Rechtsrucks liegen unter anderem in der Nichtauflösung der Probleme neoliberal organisierter Gesellschaften, seine Folgen sind systemgefährdend für die Demokratie. Vor diesem Hintergrund fragen sich Wissenschaftler*innen daher, wie die Rechten sprechen, da es ihnen zunehmend gelingt, Anschlussfähigkeit herzustellen und fortlaufend Personal und Wähler*innen zu mobilisieren. Was haben Begriffe wie “Remigration”, “Messermänner”, “Rotationseuropäer” und “Volksschädlinge” gemeinsam? Es handelt sich um rechtsextreme Kampfbegriffe, die exemplarisch für die Sprache rechter Akteure in Deutschland sind. Dabei lassen sich Kontinuitäten des Nationalsozialismus feststellen, indem die Sprache kopiert wird (“Volksschädlinge”, “Alice für Deutschland” ähnelt einem SA-Slogan). Dennoch zeigen sich neue ideologische Stränge, die sich in der Sprache niederschlagen ( z.B. “Remigration”, “Genderwahn”). Da Sprache Realität erzeugt, hat die Analyse der Sprache eine zentrale Bedeutung in der Aufschlüsselung und Entlarvung rechter Ideologie sein.
- Hochschule
- Universität BremenInstitut für PolitikwissenschaftBremen
- Einrichtung
- SOCIUM
- Ort
- FVG 0150, Uni Zentralbereich
- Barrierefreiheit
- stufenlos
- Veranstaltet von
- Johannes Kühling(externer Link)
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