Donnerstag, 18. Juni, 14:00 bis 16:00 Uhr
Statistik als Werkzeug zur wissenschaftlichen Legitimierung von Vorurteilen
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Im Rahmen unserer Statistik-Vertiefung beschäftigen wir uns mit der historischen Verflechtung von Statistik, Eugenik und wissenschaftlicher Objektivität. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie statistische Methoden genutzt werden können, um gesellschaftliche Vorurteile scheinbar wissenschaftlich zu legitimieren. Sitzung 2 von 2: Grundlage der Diskussion ist: Levy, D. M., & Peart, S. J. (2004): Statistical prejudice: From eugenics to immigrants. European Journal of Political Economy, 20(1), 5–22. Hier behandeln wir insbesondere Abschnitt 4: „Pearson and the Jews“. Zentral ist dabei die These der Autoren, dass selbst herausragende Wissenschaftler durch Vorurteile beeinflusst werden können – und dass diese Vorurteile in wissenschaftliche Arbeiten einfließen und später von anderen Forschenden übernommen werden können. Wie Levy und Peart schreiben: “In fact, the historical record reveals that prejudice also afflicts powerful intellects for whom the characterization of the group is the focus itself. We shall demonstrate that such prejudice infects the (public) ‘science’ of the prejudiced, and might then be passed on to and relied upon by unprejudiced scientists.” Wer sich aktiv an der Diskussion beteiligen möchte, sollte idealerweise zumindest die relevanten Abschnitte der Texte im Vorfeld gelesen haben. Wer die Diskussion einfach verfolgen möchte, ist selbstverständlich auch ohne vorherige Lektüre herzlich willkommen. Falls jemand Schwierigkeiten hat, die Texte herunterzuladen, kann ich sie gerne per Mail verschicken (mariana.nold(at)uni-jena.de).
- Ort
- Jena
- Veranstaltet von
- Mariana Nold
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