Donnerstag, 26. November, 18:30 bis 20:00 Uhr
Von Springerstiefeln zu Tiktok-Feed. Radikal rechte Jugendkulturen im Wandel (Gespräch)
Podium · Hybrid · Geschichte
Junge Männer in Springerstiefeln und Bomberjacken: Kaum ein anderes Bild hat die öffentliche Vorstellung von der extremen Rechten in Deutschland in den 1980er und 1990er Jahren so nachhaltig geprägt. Im Gespräch gehen Laura Haßler (Universität Greifswald) und Daniel Gerster (FZH) dem Ursprung dieses Stereotyps nach. Sie sprechen darüber, wie junge Menschen nach 1945 im radikal rechten Milieu aufwuchsen und welcher Wandel sich über die Jahrzehnte beobachten lässt. Als in den 1970er Jahren extrem rechte Gewalt allgemein zunahm, waren daran überproportional viele Jugendliche beteiligt. Wissenschaft und Öffentlichkeit verkürzten den Rechtsextremismus daraufhin vielfach zu einem „Jugendproblem“ – eine Form der Pädagogisierung, die den Umgang mit der extremen Rechten entpolitisierte. Zugleich greift sie auch deshalb zu kurz, weil sie rechte Jugendliche nicht als das anerkennt, was sie sind: Teil einer sich wandelnden Jugendkultur, in der seit den 1960er Jahren der eigenen subjektiven Erfahrung und Identität eine wachsende Bedeutung zu gemessen wurde. Moderation: Nina Mackert (Universität Hamburg) Die Veranstaltung wird auch online via Zoom übertragen.
- Hochschule
- Universität HamburgForschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH)Hamburg
- Ort
- Lesesaal der FZH, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg
- Barrierefreiheit
- stufenlos über Seiteneingang
- Zielgruppe
- offen für alle
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