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Mittwoch, 18. November, 14:15 bis 15:45 Uhr

Zur Rolle der Historischen Anthropologie für die Beschreibung und Analyse von Rechtspopulismen und autoritären Entwicklungen in der Gegenwart

Vortrag · Online · Anthropology · Antidiskriminierung · Ethnologie · Europäische Ethnologie · Interdisziplinär · Kulturwissenschaften · Politische Bildung · Sozial- und Kulturanthropologie · fachübergreifend

Was kann die Historische Anthropologie für die Beschreibung und Analyse von Rechtspopulismen und autoritären Entwicklungen in der Gegenwart leisten? Impuls & Diskussion mit Prof. Dr. Norbert Fischer (Hamburg) Rechtspopulistische Bewegungen und autoritäre Entwicklungen stellen gegenwärtige demokratische Gesellschaften vor grundlegende Herausforderungen. In öffentlichen und medialen Debatten kommen dabei häufig politik- und sozialwissenschaftliche Perspektiven zu Wort, während historisch-kulturwissenschaftliche Zugänge bislang weniger sichtbar sind. Dabei bietet gerade die Historische Anthropologie ein vielfältiges Repertoire an theoretischen Konzepten, analytischen Perspektiven und methodischen Zugängen, um gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen und Verwerfungen historisch informiert zu beschreiben, zu analysieren, besser zu verstehen und Gegenstrategien auszubilden. Ausgehend von historischen und erinnerungskulturellen Forschungs- und Praxisperspektiven auf die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in kleinstädtischen Kontexten (Ausgrenzungs- und Vernichtungsregime, Stigmatisierung), den Umgang mit NS-Opfern und Kriegsendverbrechen möchte die Veranstaltung diskutieren, welche spezifischen Beiträge die Historische Anthropologie zur Auseinandersetzung mit Rechtspopulismen und autoritären Tendenzen leisten kann. Im Mittelpunkt stehen dabei die Potenziale eines historisch-kulturwissenschaftlichen Blicks: Welche historischen Kontinuitäten und Brüche, gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse, Alltagserfahrungen und kulturellen Deutungsmuster lassen sich damit sichtbar machen? Welches analytische Vokabular kann die Historische Anthropologie bereitstellen, um gesellschaftliche Strukturen, Institutionen und Praktiken der Gegenwart kritisch zu erschließen und Transformationsprozesse in ihren historischen Dimensionen greifbar zu machen? Und was lässt sich aus der Geschichte für Umgangsweisen mit Rechtspopulismen und autoritären Entwicklungen in der Gegenwart lernen?

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Hinweis zur Zeit
Einlass ab 14:00 Uhr (Warteraum)
Hochschule
Georg-August-Universität GöttingenInstitut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Volkskundliche Kommission Niedersachsen e.V., Städtisches Museum GöttingenGöttingen
Einrichtung
/
Ort
zoom, https://gwdg.zoom.us/j/88153217851?pwd=e4k1UtKJ8UunawFgfdRVGtP6ehMiGg.1 Meeting-ID: 881 5321 7851 Kenncode: 689472
Barrierefreiheit
https://gwdg.zoom.us/j/88153217851?pwd=e4k1UtKJ8UunawFgfdRVGtP6ehMiGg.1 Meeting-ID: 881 5321 7851 Kenncode: 689472
Zielgruppe
offen für alle,

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