Montag, 16. November, 12:00 bis 14:00 Uhr
Zwischen Integration und Verfolgung. Trans, inter und andere geschlechtlich nonkonform wahrgenommene Personen unter der NS-Herrschaft
Vortrag · Vor Ort · Geschichte
Welche unterschiedlichen Erfahrungen machten trans, inter und andere geschlechtlich nonkonform lebende Menschen unter der NS-Herrschaft? Welche Auswirkungen hatte der § 175 auf transfeminine Personen? Was bedeutete es trans und jüdisch zu sein? Dieser Vortrag widmet sich all diesen Fragen. Dabei werden Fotos und Biografien von Betroffenen vorgestellt, die bis vor kurzem noch unbekannt waren. Neue Entdeckungen selbstgewählter Namen, sowie aktuelle Erkenntnisse zum Umgang mit dem sogenannten “Transvestitenschein“ werden präsentiert. Es werden Einblicke in Verwaltungspraktiken und polizeiliche Überwachung von Betroffenen gegeben. Aber auch Strategien der Betroffenen, Handlungsmacht zu gewinnen und persönliche Dokumente werden gezeigt. Zwischen antisemitischen und homofeindlichen Rechtsnormen, Arbeitsleistungsdruck und (Trans-)Misogynie zeichnen die präsentierten Dokumente ein ambivalentes Bild: Die Leben von tin Personen bewegten sich zwischen Integration und Verfolgung. Der medizinische, behördliche und gesellschaftliche Umgang mit ihnen war abhängig von ihrer gelebten Sexualität, Geschlechtsidentität und Genderpräsentation, Körperlichkeit, Alter, klassen- und antisemitismus-bedingten Privilegien sowie dem Zeitraum zu dem und der Art und Weise, in der sie sichtbar wurden.
- Hochschule
- Freie Universität BerlinFriedrich-Meinecke-InstitutBerlin
- Ort
- Raum A.336, 3. OG, Koserstraße 20, 14195 Berlin
- Barrierefreiheit
- Hauptaufzug kaputt, aber links vom Gebäude gibt es einen Nebeneingang mit Aufzug.
- Veranstaltet von
- Kai* Brust
- Zielgruppe
- offen für alle
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