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Dienstag, 2. Juni, 10:00 bis 12:00 Uhr

Geographien des Faschismus. Diskussion in Forschung und Lehre

Vor Ort

Warum sollte man sich mit Faschismus beschäftigen? Der französische Philosoph und Psychoanalytiker Félix Guattari fand auf diese Frage 1973 folgende Antwort: „Ich habe mich aus mehreren Gründen dafür entschieden, über den Faschismus zu sprechen: weil es sich um ein reales politisches Problem handelt und nicht um eine rein theoretische Überlegung, und weil ich glaube, dass er ein zentrales Thema ist, um sich der Frage des Begehrens im sozialen Bereich zu nähern. Und ist es nicht eine gute Idee, darüber frei zu diskutieren, solange wir es noch können?“ 80 Jahre nach dem Sieg über Nazideutschland sind autoritäre Bewegungen in Europa und weltweit im Aufwind. Auch der Begriff „Faschismus“ findet immer breitere Anwendung, um spezifische Ausprägungen dieses globalen „Rechtsrucks“ zu begreifen. So ist es in der US-amerikanischen Debatte bspw. zunehmend üblich, Donald Trump und seine MAGA-Bewegung als Faschisten zu bezeichnen und auch die AfD in der Bundesrepublik wird oft als faschistisch diskutiert. Die deutsche Politische Geographie – historisch gesehen verwickelt in die Legitimation nationalsozialistischer Ideologie – steht hierbei in einer besonderen Verantwortung, sich zu diesen Debatten zu verhalten.

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Ort
Active Learning Lab, 3.31 Von-Seckendorff-Platz 4, Heide-Campus, Halle (Saale)
Veranstaltet von
Lehrende des Geographischen Instituts

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