Dienstag, 17. November, 12:00 bis 14:30 Uhr
Im Namen der „Volksgemeinschaft“: Ausgrenzung in der „Sozial“politik im Nationalsozialismus
Seminar · Vor Ort · Politikwissenschaft · Soziale Arbeit · Sozialwissenschaften
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Soziale Sicherheit, Aufstiegsschancen und staatliche Fürsorge: Auf den ersten Blick bot das NS-Regime breiten Bevölkerungsschichten ein Netz an sozialen Vergünstigungen. Doch diese Maßnahmen waren keineswegs Ausdruck von universeller Solidarität. Sie waren untrennbar an die rassistische und ideologische Kernideologie des Nationalsozialismus gekoppelt. Unter dem Schlagwort der „Volksgemeinschaft“ wurde die vermeintliche soziale Fürsorge zu einem radikalen Instrument der Selektion. Wer als gesund, leistungsfähig und „arisch“ galt, profitierte von Privilegien. Wer jedoch aus rassenbiologischen, politischen oder sozialen Gründen nicht in dieses Raster passte, wurde systematisch entrechtet, ausgegrenzt und letztendlich vernichtet. Die vermeintliche Sozialpolitik entpuppte sich als Waffe gegen Kranke, Menschen mit Behinderungen, jüdische Menschen, Sinti und Roma sowie alle als „gemeinschaftsfremd“ und „asozial“ Stigmatisierten.
- Hochschule
- Alice Salomon Hochschule BerlinBerlin
- Ort
- K 1.11, Kokoschkastraße 8a
- Veranstaltet von
- Dr. Philipp Kenel
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