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Donnerstag, 4. Juni, 12:00 bis 14:00 Uhr

PD Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe

Vor Ort

Kollaboration als ein europäisches Phänomen Die Kollaboration mit den Nationalsozialisten war ein verbreitetes Phänomen, das die Geschichte des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs umfassend prägte. Die Nationalsozialisten übernahmen die Macht in Deutschland, entrechteten die Juden, besetzten andere Länder und erfanden effiziente Mordmethoden, aber sie machten nur einen kleinen Teil der Holocaust-Täter aus. Damit sie Juden verfolgen und ermorden konnten, mussten sie sich mit lokalen Beamten, Polizisten und Faschisten verbinden bzw. eine Art von Zusammenarbeit erzwingen. Weil der Antisemitismus in vielen europäischen Ländern das Zusammenleben von Juden und Christen erschwerte und der extreme Nationalismus und Faschismus immer mehr Unterstützer fanden, fiel es den Nationalsozialisten in der Regel leicht, die Aufgaben bei der Verfolgung und Ermordung der Juden, Sinti und Roma und anderer entrechteter Gruppen mit den lokalen Akteuren zu teilen. In diesem Seminar gehen wir der Frage der Kollaboration im Holocaust auf den Grund. Wir beschäftigen uns mit der Definition der Kollaboration, ihrem Ausmaß und der Frage, wie sie die Geschichte des Holocaust, des Zweiten Weltkriegs und der Besatzung in den einzelnen europäischen Ländern beeinflusste.

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Ort
Berlin, Institut für Philosophie, FU Berlin, Seminarraum
Veranstaltet von
PD Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe

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