Donnerstag, 19. November, 14:15 bis 15:45 Uhr
Von „Umerziehung“ & „Genderideologie“. Kindheit als Kampffeld im Antifeminismus und der Neuen Rechten
Seminar · Vor Ort · Erziehungswissenschaft
Kindheit stellt ein zentrales Kampffeld in der Neuen Rechten und im Antifeminismus dar. Mobilisiert wird dabei insbesondere gegen Diversity-Pädagogiken im Bildungssystem, die in diskriminierungskritischer Absicht u.a. Queerness thematisieren. In der Veranstaltung werden die Potenziale diskursanalytischer Zugänge für die Sichtbarmachung und Kritik rechter Diskursverschiebungen und der daran beteiligten Akteurs*netzwerke am Beispiel der sogenannten ‚Bildungsplandebatte‘ in Baden-Württemberg ausgelotet. Nach einer Klärung der zentralen Konzepte Neue Rechte und Antifeminismus werden biologistische Genderkonzepte antifeministischen Akteur*innen skizziert. Im Fokus steht dann die Frage, inwiefern gerade das Kind als zentrales Mittel in Kämpfen um die Familien- oder Geschlechterpolitik fungiert. Kindheit wird im Beitrag als historisch gewachsenes Konstrukt und das Kind als Chiffre konzeptualisiert, das zugleich ein moralisches und politisches Objekt konstituiert wird. Neben der Diskussion der Ergebnisse einer diskursanalytischen Qualifikationsarbeit mit dem Titel „Frühsexualisierung“ der Kinder – die Hervorbringung von Kind(heiten) im Diskurs um Sexuelle Bildung wird es dabei um Potenziale und Erträge diskursanalytischer Zugänge und Fragen der Fall- und Korpusauswahl gehen. Vor dem Hintergrund zunehmender rechter Kampagnen gegen eine diskriminierungskritische Bildung und gegen engagierte pädagogische Lehr- und Fachkräfte, werden davon ausgehend Implikationen für die hochschulische Bildung von Kindheitspädagog*innen, Lehrer*innen und Bildungswissenschaftler*innen diskutiert.
- Hochschule
- Pädagogische Hochschule HeidelbergInstitut für ErziehungswissenschafHeidelberg
- Ort
- R 018, Keplerstraße 87
- Barrierefreiheit
- stufenlos und mit Aufzug über den Innenhof
- Veranstaltet von
- Prof. Dr. Melanie Kuhn & Elisabeth Schönhals
- Zielgruppe
- offen für alle
Stimmt hier etwas nicht? Veranstaltung melden